Archiv für den Monat: Juni 2013

Taksim ist überall!

Solidaritätsaktion in Marburg   (Download)   (Anhören)

Aus Solidarität mit den Protestierenden in der Türkei errichteten Aktivistinnen und Aktivisten ein Solidaritätscamp in der Innenstadt Marburgs. Welche Motive treiben sie an?, Trotzfunk fragte nach.

Internetadresse des Solicamps: taksimmarburg.wordpress.com

Und alle waren wieder da! Blockupy, 8. Juni 2013

Bericht von der Demonstration in Frankfurt am 8. Juni 2013      (Download)     (Anhören)

Wenn die Herrschenden am 1. Juni in Frankfurt dachten, die Proteste gegen ihre Politik mit brutaler Gewalt niedermachen zu können, elementare bürgerliche Rechte wie das Recht auf Demonstrations- und Redefreiheit ohne größeren Widerstand aushebeln zu können und die Bewegung spalten zu können, so sahen sie sich eine Woche später, an diesem großartigen 8. Juni in Frankfurt, getäuscht. Alle waren wieder da und hatten noch mehr mitgebracht!

„Warum müssen wir G8 machen?“

„Warum müssen wir G8 machen?“     (Download)     (Anhören)

 

So schallte es am Tage des Championsleague Finales durch Marburgs Straßen, es spielten G8 gegen G9.

Eines der größten Freudenspender CDU-geführter Landesregierungen Hessens war die Einführung von G8. Doch das Volk, das undankbare, wusste diesen Geniestreich konservativ-liberaler Bildungsbürokraten nie zu goutieren. Das senkt die Wiederwahlchancen und da man sich ja nicht jedesmal auf die unfreiwillige Wahlkampfhilfe der hessischen Sozialdemokratie verlassen kann, hat es die von der CDU und der FDP gestellte hessische Landesregierung den Schulen nunmehr freigestellt, G8, G9 oder beides anzubieten.

Das bleibt aber weiterhin für jene überwältigende Mehrheit der Eltern, die zwar G9 wollen, aber keine erreichbare Schule in ihrer Nähe haben, die G9 auch anbietet, unbefriedigend. Außerdem soll die Neuregelung nur ab den jetzigen 4. Klassen gelten, die jetzigen 5. und 6. Klassen haben gelitten. Warum dies, versteht eigentlich nur die Landesregierung und so hagelt es seitdem ordentlich Proteste.

30.000 Unterschriften sammelte die „Wahlinitiative für G9 für die 5. und 6. Klassen“ und diesen Unterschriften wird unter anderem mit Demonstrationen Nachdruck verliehen. Was wollen diese Demonstrierenden und warum wollen sie, was sie wollen, das hören wir in diesem Beitrag.

Füße hoch, das Niveau steigt!

Kommentar zur Stadtverordnetenversammlung Marburg am 24. Mai 2013    (Download)    (Anhören)

Wie die ohnehin vulgäre Totalitarismus“theorie“ noch weiter zu vulgarisieren ist, zeigten eindrucksvoll die Fraktionen der Bürger für Marburg und der CDU in der letzten Stadtverordnetenversammlung Marburgs. Wir geben unseren Senf dazu. (Die in diesem Beitrag einigen Marburger Stadtverordneten ans Herz gelegte Ausstellung ist die Ausstellung, die derzeit bis Juli unter dem Titel „Verstrickung der Justiz in das NS-System 1933-1945“, höre dazu den Beitrag unten).

Blockupy 2013, 1. Juni 2013

Bericht von der Demonstration am 1. Juni in Frankfurt   (Download)     (Anhören)

Gegen die Anti-Robin Hood-Politik der Troika aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds gab es wie letztes Jahr wieder zahlreiche Blockupy-Aktionen in Frankfurt. Höhepunkt und Abschluss sollte die gestrige Großdemonstration in Frankfurt sein, es wurde ein Höhepunkt ganz eigener Art. Bevor wir aber darauf zu sprechen kommen, hören wir das Anliegen der 32 Kolleginnen und Kollegen, die von der Steakhauskette Maredo vor anderthalb Jahren auf einem Schlag am Standort Frankfurt entlassen wurden und die seitdem für ihre Wiedereinstellung kämpfen. Auch sie nahmen gestern an der Blockupy-Demonstration teil. Da das Interview am Anfang schlecht zu verstehen ist, sei hier noch der offizielle Grund für die Entlassungen erwähnt: Der angebliche Klau von ein paar Pommes und Brot…

Demonstrieren bedeutet zeigen und gezeigt wurde an diesem 1. Juni in Frankfurt so einiges. Die Polizei zeigte den autoritären Staat, als sie nach nur wenigen Metern Teile des Demozuges kesselte. Als gäbe es keine Schuldenbremse, machte sie von ihrem mitgebrachten Pfefferspray reichlich Gebrauch, Wasserwerfer wurden als Drohkulisse vorgeführt, Schlagstöcke geschwungen und mit ihrem martialischen Aufgebot verhinderte sie letztlich die angemeldete und genehmigte Demo und Abschlusskundgebung, die nur improvisiert stattfinden konnte.
Die Demonstrierenden zeigten gestern Solidarität, Entschlossenheit und Mut. Als Fels in der Brandung erwiesen sich mehr und mehr die Aktivistinnen und Aktivisten auf dem Lautiwagen der Gewerkschaften, der sich am nahesten an den Gekesselten befand. Wir versuchten uns dort einen Überblick über die Lage zu verschaffen, Stand 1. Juni 2013, 17 Uhr.