Archiv der Kategorie: Marburg

„TatortTour Keine A 49“ – Interview mit Barbara Schlemmer

Am Mittwoch, den 7. August, startet vom Dannenröder Sportplatz die TatortTour Keine A 49“ nach Berlin. Sie zeigt, dass auch 3 ½ Jahre, nach dem das letzte Baumhaus fiel, der Widerstand gegen das verkehrspolitisch unsinnige und ökologisch zerstörerische Projekt ungebrochen ist.

Um genaueres zu erfahren, sprach der Trotzfunk mit Barbara Schlemmer vom Aktionsbündnis Keine A 49. Wo trafen wir uns? Genau, am Dannenröder Sportplatz.

Links für Infos:

https://danni-lebt.de

Wer die juristischen Klagen finanziell unterstützen will:

Aktionsgemeinschaft Schutz des Ohmtals e.V.

Konto-Nr. DE 26 5335 0000 0057 0031 03

„Ausbilden statt abschieben! Serhat zurück nach Marburg!“

Serhat war bis zum Juni dieses Jahres ein sehr engagierter Schüler der Kaufmännischen Schulen Marburg. Dann rissen ihn deutsche Behörden aus ihrer Mitte und schoben ihn in ein Land ab, in dem er als kurdischer Mensch diskriminiert wird und in eine Region, die durch ein schweres Erdbeben weitgehend zerstört ist.
Das wird nicht schweigend hingenommen und so gab es am 20. Juni eben vor den Kaufmännischen Schulen Marburg eine Solidaritätskundgebung für Serhat. Die Forderung ist eindeutig: Serhat zurück nach Marburg!

Ja oder Nein zum Verkehrskonzept „Move 35“? – das ist am 9. Juni die Frage! Interview mit Stefan Schulte vom BUND

Seit Monaten wird in Marburg über den Segen oder Fluch des Verkehrskonzepts „Move 35“ gestritten. Ziel dieses Konzepts ist die Halbierung des Autoverkehrs in der Stadt zugunsten der „grünen“ Verkehrsalternativen ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr. Zeitgleich mit den Europawahlen wird am 9. Juni in Marburg über „Move 35“ abgestimmt.
Wir sprachen mit Stefan Schulte vom BUND über Move 35. Der BUND Marburg ist Mitglied der Kampagnengruppe „Ja, für eine lebenswerte Stadt“, in der auch der örtliche DGB vertreten ist.

Arbeitskampf am UKGM

Seit Montag, den 27. März, befinden sich die Kolleginnen des Universitätsklinikums Gießen – Marburg (UKGM) im Streik um einen Tarifvertrag Entlastung (TVE) und einen Tarifvertrag Beschäftigungssicherung. Vorläufiger Höhepunkt dieses Arbeitskonflikts war eine kämpferische Großdemonstration am Freitag, den 31. März, an der trotz einiger Wolkenbrüche bis zu 4.000 Menschen teilnahmen. Das UKGM ist nicht die erste Uniklinik, an der die Gewerkschaft ver.di Entlastungstarifverträge durchsetzt. Die Besonderheit dieses Kampfes besteht aber darin, dass das UKGM die einzige privat betriebene Universitätsklinik Deutschlands ist. Haupteigentümer ist zurzeit der Asklepioskonzern.

Über die Einzelheiten der derzeit laufenden Tarifkämpfe am UKGM informiert uns Fabian Dzewas-Rehm, zuständiger Gewerkschaftssekretär für das UKGM. Das Interview führten wir während des Demonstrationszuges und immer mal wieder aufkommenden Regens, was zu hören sein mag.

Nach diesem Interview spielten wir in unserer Livesendung am 2. April den Scherben-Song „Allein machen sie dich ein“, der auf die Notwendigkeit des Organisierens dringt und damit hat ver.di sowohl im Laufe des derzeitigen Arbeitskampfes im öffentlichen Dienst als auch am UKGM höchst beachtliche Fortschritte gemacht.

Viele Redebeiträge, die während der Streikdemonstration am Freitag gehalten wurden, berichteten über die katastrophale Arbeitssituation in so gut wie allen Bereichen des UKGM. Hier hören wir ein Beispiel aus der Pädiatrie. Weiter hören wir den Redebeitrag der Auszubildenden Rike aus Nordrhein-Westfalen. Dort standen die Unikliniken in einer 11wöchigen Tarifauseinandersetzung um einen TVE. Rike kam nicht allein mit Worten zu den Kolleginnen des UKGM. So geht Solidarität!

Zum Schluss dieses Beitrages zur UKGM-Sreikdemonstration hören wir Ausschnitte aus der Rede Sylvia Bühlers, Mitglied des Bundesvorstands ver.di und dort verantwortlich für die Gesundheits- und Pflegethematik. Sie sprach in ihrer Rede von 1.450 Neumitgliedern bei ver.di, die sich während des laufenden Arbeitskampfes organisierten, darunter 226 Auszubildende! Weiter berichtete Bühler über ein von „Arbeitgeber“seite vorgelegtes Eckpunktepapier, in dem die Beschäftigungssicherung für die Kolleg*innen im Servicebereich stehe. Das wäre in der Tat ein großartiger erster Erfolg für die Streikbewegung am UKGM.

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Ostermarsch 2023

Am Ostermontag, den 10. April, um 11 Uhr am Deserteursdenkmal in der Frankfurter Straße startet der Marburger Ostermarsch. Anlass für uns, mit den beiden Marburger Friedensaktivist*innen Gert Meyer und Karin Schwalm Bilanz zu ziehen über ein Jahr Friedensarbeit im Schatten des Ukrainekriegs.

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„Das korallrote Sofa“ – Interview mit Pit Metz

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Nachdem wir uns vor einiger Zeit mit dem Marburger Romanautoren, Theaterschauspieler und DGB-Vorsitzenden Pit Metz über sein erstes Buch „Naja – unsere Liebe reichte aus“ (Erscheinungsjahr 2016) unterhalten haben, folgt nun unser Gespräch über sein zweites Werk „Das korallrote Sofa“ (Erscheinungsjahr 2018).
Im ersten Buch behandelte der gebürtige Weinheimer die Periode vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges aus lokalgeschichtlicher Sicht. Seine zweite Erzählung handelt ebenso hauptsächlich in Weinheim an der Bergstraße und thematisiert den Umgang mit der Shoa in der Nachkriegsbundesrepublik. Auch im zweiten Roman verbindet Metz tatsächlich Geschehenes mit Fiktivem.
Unser Gespräch fand im Dezember letzten Jahres statt und wurde live ausgestrahlt auf Radio Unerhört Marburg im Januar dieses Jahres.

Die unfriedliche Marburger Friedensmahnwache

(Download)https://www.freie-radios.net/mp3/20220527-dieunfriedli-115802.mp3?dl=1

In diesem Beitrag, dessen Erstausstrahlung am 6. März stattfand, setzen wir uns kritisch mit den Redebeiträgen und Ereignissen während der Marburger Friedensmahnwache vom 26. Februar auseinander.
Den zum Schluss dieses Beitrages zu hörende Umgang mit Maximiliane Jäger-Gogoll vom Marburger Friedensbündnis „Nein zum Krieg“ haben wir mit selbiger in einem Interview aufgearbeitet, das hier zu hören ist: https://trotzfunk.de/wordpress/archive/7111

Redebeitrag von Maximiliane Jäger-Gogoll vom Marburger Bündnis „Nein zum Krieg!“ anlässlich der „Friedensmahnwache“ der Stadt Marburg am 26. Februar 2022

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Da die Vertreterin der Marburger Friedensbewegung auf der „Friedensmahnwache“ der Stadt Marburg am 26. Februar daran gehindert wurde, ihre Rede auszusprechen, hören wir sie nun hier so, wie sie tatsächlich gehalten werden sollte, also ohne nachträgliche Änderungen.

Kein Rederecht für Marburger Friedensbewegung auf der Friedenskundgebung der Stadt Marburg – ein Interview mit Maximiliane Jäger-Gogoll

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Am Samstag, den 26. Februar, fand anlässlich des Kriegsbeginns Russlands gegen die Ukraine zwei Tage zuvor in Marburg eine von der Stadt ausgerichtete „Friedensmahnwache“ statt. Nach den Reden im transatlantischen Narrativ der hohen Würdenträger der Marburger Politik versuchte die langjährige Friedensaktivistin Maximiliane Jäger-Gogoll vom Bündnis „Nein zum Krieg!“ bei klarer Zurückweisung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine eine differenzierte Analyse der Kriegsursachen und der daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen für eine diplomatische Friedenslösung. Beginnend mit ihrem positiven Bezug auf Minsk II wurde es deutlich unruhig unter Teilen der „Friedenskundgebungsteilnehmenden“, bis ihr gar der Herr Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies das Mikrofon aus der Hand nahm und sie am Weitersprechen hinderte.
Wie das aus Sicht von Maximiliane Jäger-Gogoll zuging, darüber sprachen wir mit ihr.