Archiv der Kategorie: International

Ukraine, Teil 1. Ein Gespräch mit Gert Meyer

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Dr. Gert Meyer studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Frankfurt am Main und in Marburg, wo er heute Lehrbeauftragter ist. Er ist – hier ist der Begriff einmal nicht fehl am Platze – ein Experte, ein hervorragender Kenner und Analytiker der Geschichte der Sowjetunion und Russlands.

Teil 1 unseres Gesprächs beinhaltet: Die Bedeutung Kiews für die russische und die ukrainische Geschichte seit dem 9. Jahrhundert – Die Spaltung des heutigen ukrainischen Territoriums im 17. Jahrhundert in einen dem russischen Großfürstentum Russland und in einen der Adelsrepublik Polen-Litauen zugehörigen Teil – Die Spaltung Polens Ende des 18. Jahrhunderts und die Konsequenzen für das ukrainische Territorium – Die Eroberung weiter Teile der heutigen Südukraine und der Schwarzmeerhalbinsel Krim durch das zaristische Russland im 18. Jahrhundert – Westlich orientiertes ukrainisches Identitätsverständnis versus russisches Identitätsverständnis um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert – Die Konsequenzen des 1. Weltkriegs für die Ukraine – Die Konsequenzen der Oktoberrevolution, des Bürgerkriegs und der Interventionskriege sowie des polnisch-sowjetischen Kriegs für die Ukraine – Die 1920er Jahre – Die Folgen der Stalinschen Politik der Zwangskollektivierung und der beschleunigten Industrialisierung für die Ukraine – Der 2. Weltkrieg und die Ukraine – Die ukrainische Geschichtserinnerung an den 2. Weltkrieg – Die Ergebnisse des 2. Weltkriegs im Hinblick auf die Ukraine – Die ökonomische Entwicklung der Ukraine bis in die 1950er Jahre – Die Halbinsel Krim und die Stadt Sewastopol in den 1950er Jahren – Die wesentlichen Gründe für den Zusammenbruch der Sowjetunion Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre – Die Rolle der Ukraine beim Zusammenbruch der Sowjetunion – Die ökonomische Entwicklung der Ukraine bis zum Ende der Sowjetunion – Die Privatisierung der wesentlichen Produktionsmittel in der Ukraine – Die sozial-ökonomische Entwicklung der Ukraine seit ihrer Unabhängigkeit – Die Rolle des IWF – Die Politik der NATO und der EU bezüglich Russlands seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion – Die Politik der Ukraine als Grenzstaat zwischen EU und Russland – Die Politik Russlands bezüglich der Ukraine

30 Stunden Woche

Interview mit Heinz-Josef Bontrup    (Download)      (Anhören)

Angesichts der trotz aller neoliberalen Propaganda weiter bestehenden Massenarbeitslosigkeit schlagen die Ökonomen Heinz-Josef Bontrup und Mohssen Massarrat die Einführung einer allgemeinen 30 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich vor. Ein diesbezügliches Manifest der beiden hatte im Februar dieses Jahres hohe Wellen geschlagen. Über die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt, die Art und Weise, in der eine Reduzierung auf eine allgemeine 30 Stunden Woche geschehen soll und über die Reaktionen auf das Arbeitszeitverkürzungsmanifest vom Februar sprachen wir im Rahmen eines Interviews mit Heinz-Josef Bontrup über das Memorandum 2013 der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, deren Sprecher er ist (zu hören hier: http://trotzfunk.de/wordpress/?p=1371). Heinz-Josef Bontrup ist Professor für Wirtschaftswissenschaft und lehrt an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen.

Nichts ist gut

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Interview mit Heinz-Josef Bontrup     (Download)      (Anhören)

Mit dem Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, Heinz-Josef Bontrup, sprachen wir über das im PapyRossa Verlag herausgegebene Memorandum 2013. Dieses Mal lagen die Schwerpunkte unseres Interviews auf den derzeitigen Bundestagswahlkampf sowie auf der Europa-, Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik.
Heinz-Josef Bontrup ist Professor für Wirtschaftswissenschaft und lehrt an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen. Zusammen mit dem emeritierten Professor für Wirtschaft und Politik, Mohssen Massarrat, der Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac ist, initiierte er im Februar dieses Jahres ein Manifest zur Arbeitszeitverkürzung, das für viel Wirbel sorgte. Auch dies ist Gegenstand unseres Gesprächs.

Von Heinz-Josef Bontrup erscheint im PapyRossa Verlag in den nächsten Tagen das Buch „Krisenkapitalismus und EU-Verfall“.

Und alle waren wieder da! Blockupy, 8. Juni 2013

Bericht von der Demonstration in Frankfurt am 8. Juni 2013      (Download)     (Anhören)

Wenn die Herrschenden am 1. Juni in Frankfurt dachten, die Proteste gegen ihre Politik mit brutaler Gewalt niedermachen zu können, elementare bürgerliche Rechte wie das Recht auf Demonstrations- und Redefreiheit ohne größeren Widerstand aushebeln zu können und die Bewegung spalten zu können, so sahen sie sich eine Woche später, an diesem großartigen 8. Juni in Frankfurt, getäuscht. Alle waren wieder da und hatten noch mehr mitgebracht!

Blockupy 2013, 1. Juni 2013

Bericht von der Demonstration am 1. Juni in Frankfurt   (Download)     (Anhören)

Gegen die Anti-Robin Hood-Politik der Troika aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds gab es wie letztes Jahr wieder zahlreiche Blockupy-Aktionen in Frankfurt. Höhepunkt und Abschluss sollte die gestrige Großdemonstration in Frankfurt sein, es wurde ein Höhepunkt ganz eigener Art. Bevor wir aber darauf zu sprechen kommen, hören wir das Anliegen der 32 Kolleginnen und Kollegen, die von der Steakhauskette Maredo vor anderthalb Jahren auf einem Schlag am Standort Frankfurt entlassen wurden und die seitdem für ihre Wiedereinstellung kämpfen. Auch sie nahmen gestern an der Blockupy-Demonstration teil. Da das Interview am Anfang schlecht zu verstehen ist, sei hier noch der offizielle Grund für die Entlassungen erwähnt: Der angebliche Klau von ein paar Pommes und Brot…

Demonstrieren bedeutet zeigen und gezeigt wurde an diesem 1. Juni in Frankfurt so einiges. Die Polizei zeigte den autoritären Staat, als sie nach nur wenigen Metern Teile des Demozuges kesselte. Als gäbe es keine Schuldenbremse, machte sie von ihrem mitgebrachten Pfefferspray reichlich Gebrauch, Wasserwerfer wurden als Drohkulisse vorgeführt, Schlagstöcke geschwungen und mit ihrem martialischen Aufgebot verhinderte sie letztlich die angemeldete und genehmigte Demo und Abschlusskundgebung, die nur improvisiert stattfinden konnte.
Die Demonstrierenden zeigten gestern Solidarität, Entschlossenheit und Mut. Als Fels in der Brandung erwiesen sich mehr und mehr die Aktivistinnen und Aktivisten auf dem Lautiwagen der Gewerkschaften, der sich am nahesten an den Gekesselten befand. Wir versuchten uns dort einen Überblick über die Lage zu verschaffen, Stand 1. Juni 2013, 17 Uhr.

Syrien

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Interview mit Wolfgang Gehrcke   (Download)   (Anhören)

Im April fand eine Veranstaltung mit Wolfgang Gehrcke und Werner Ruf in der Kasseler Cafe Buchoase zum Thema Syrien statt. Wolfgang Gehrcke ist der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion „Die Linke“ und gab jüngst zusammen mit Christiane Reymann im PapyRossa Verlag das Buch „Syrien. Wie man einen säkularen Staat zerstört und eine Gesellschaft islamisiert“ heraus. Wir nutzten die Gelegenheit, um mit eben jenem Wolfgang Gehrcke ein paar Takte über Syrien zu reden. Im Anschluss  dieses Interviews folgt eine kurze Besprechung des von Gehrcke mit herausgegebenen Buches.

Euroland wird abgebrannt?

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Interview mit Lucas Zeise (Download)  (Anhören)

 

Mit Lucas Zeise, Autor des 2012 im PapyRossa Verlag erschienenen Buches „Euroland wir abgebrannt“, sprachen wir über den Charakter der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise, über die These von der Vorherrschaft des Finanzkapitals und über Zeises Prognose des Zerfalls der Europäischen Währungsunion. Zum Schluss des Gesprächs wandten wir uns von der politischen Ökonomie des Kapitals ab und der politischen Ökonomie der Arbeiterklasse zu.
Der Marxist Lucas Zeise hat Philosophie und Volkswirtschaft studiert. Er hat unter anderem für das japanische Wirtschaftsministerium, die deutsche Aluminiumindustrie und die Frankfurter „Börsen-Zeitung“ gearbeitet. Außerdem war er an der Gründung der Financial Times Deutschland beteiligt, deren Betrieb jüngst eingestellt wurde.

Griechenland: Was tun?

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Interview mit Karl Heinz Roth (Download)  (Anhören)

 

Mit dem Historiker, Mediziner und Vorstandsmitglied der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts in Bremen Karl Heinz Roth unterhielten wir uns über sein 2012 im VSA-Verlag herausgekommenes Buch „Griechenland: Was tun?“. Roth unternimmt in diesem Buch eine fundierte Analyse der gegenwärtigen Situation Griechenlands. Eine Lösung der Malaise aus linker Sicht könne nur in einer internationalistischen Perspektive liegen, betont Karl Heinz Roth im Gespräch mit uns.

Europa und die Linke, Teil 1

Die europäische Politik hat eine atemlose Dynamik angenommen, der nur noch schwer zu folgen ist. Dies ist Anlass für den Trotzfunk, sich ganz unneoliberal Zeit zu nehmen zur Reflektion der antagonistischen Klasseninteressen dieser Politik. In diesem ersten Teil begucken wir uns kurz, was im zurückliegenden Monat alles geboten wurde auf der europäischen Bühne: Der FiesKahlPakt und der ESM – Vertrag, die Beschlüsse des EU – Gipfels vom 28. und 29. Juni, die neue Brieffreundschaft deutscher Ökonomieprofessoren,die Bankenunion und der Schuldentilgungsfonds, das 100 Milliarden Hilfspaket für spanische Banken und das 65 Milliarden Sozialkahlschlagspaket der Regierung Rajoy sowie das fortgesetzte Griechenlandbashing. Mit diesen Stichworten wird sich der Trotzfunk in den nächsten Teilen seiner Reihe „Europa und die Linke“ intensiver beschäftigen. Der Fokus in diesem ersten Teil liegt auf der Betrachtung des Zustands der deutschen Linken. Dabei macht der Trotzfunk zwei Vorschläge.

Europa und die Linke, Teil 1    (Download)     (Anhören)     (Lesen)