Archive for the ‘Geschichte’ Category

50 Jahre DKP

Freitag, September 14th, 2018

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Im berühmten Jahr 1968 kam es in (West)Deutschland zur Wiedergründung einer kommunistischen Partei nach ihrem Verbot 1956.
Darüber unterhielten wir uns mit dem emeritierten Professor für Politische Wissenschaft der Universität Marburg, Georg Fülberth.
Fülberth war lange Zeit erst für die DKP, dann für eine Bündnisliste aus DKP und Linkspartei Stadtverordneter im Marburger Stadtparlament. Er ist auch heute noch in der DKP und wird es auch bleiben.

„Marx als Produkt“ – ein Vortrag von Georg Fülberth

Mittwoch, August 1st, 2018

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Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx hielt der emeritierte Professor der Politikwissenschaft Georg Fülberth in Marburg wie in einer Reihe anderer Städte einen Vortrag, der sich im ersten Teil mit der wissenschaftlichen Arbeit von Marx im Kontext seiner Zeit, in der er lebte, befasst, und im zweiten Teil der Frage nachgeht, wie sich der Marxismus in den Formationen des Kapitalismus nach Marx‘ Tod weiterentwickelte. Ein weiterer Blick wird außerdem geworfen auf die Enwicklung des „Marxismus“ im Staatssozialismus.

Georg Fülberth gehört sicherlich zu den hervorragendsten Kennern der wissenschaftlichen Werke von Karl Marx und seines Freundes Friedrich Engels. Über Letzteren schrieb Fülberth ein Buch, das dieses Jahr im PapyRossa Verlag erschienen ist und über das noch zu sprechen sein wird.
Weitere empfehlenswerte Bücher unseres Autors u. a.: „Marxismus“, „G Strich – Kleine Geschichte des Kapitalismus“ und seine kürzere Variante „Kapitalismus“.
Fülberth arbeitet außerdem an der Erstellung der Marx-Engels-Gesamt-Ausgabe (MEGA) mit.
Georg Fülberth sprach seinen Vortrag bei uns nocheinmal ein, dafür sehr herzlichen Dank.

Hier zur schriftlichen Fassung:

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200 Jahre Karl Marx – ein Vortrag von Georg Fülberth

Mittwoch, April 4th, 2018

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Am kommenden Dienstag, den 10. April, findet um 19:30 Uhr im DGB-Haus in der Bahnhofstraße in Marburg eine außerordentlich spannende Veranstaltung statt.

Anlässlich des Geburtstagsjubiläums von Karl Marx lädt die DKP-Marburg ein zu „200 Jahre Karl Marx“ mit Georg Fülberth.

Georg Fülberth ist einer der hervorragendsten Kenner der Arbeiten von Friedrich Engels und Karl Marx. Seine weiteren Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Arbeiter*innenbewegung sowie die Geschichte des Kapitalismus. Und sollte sich nebenbei einmal die Gelegenheit ergeben, einen Marburger Stadtspaziergang mit „Schorsch“ Fülberth mitzuerleben, sollte mensch sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Hier noch eine Auswahl der jüngeren Schriften von Georg Fülberth: G Strich – Kleine Geschichte des Kapitalismus; Kapitalismus; Sozialismus; Marxismus; „Das Kapital“ kompakt; Friedrich Engels.

Diese Veranstaltung sei hiermit also wärmstens empfohlen, auch wenn wir befürchten, dass die Räumlichkeiten des Marburger DGB aus allen Nähten platzen werden.

 

Nachdenken über Jürgen Kuczynski

Freitag, Februar 2nd, 2018

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Aus Anlass der Einweihung einer Gedenktafel am Geburtshaus des marxistischen Sozialwissenschaftlers Jürgen Kuczynski in Wuppertal-Elberfeld hielt der Marburger Politikwissenschaftler Georg Fülberth eine Rede, die er für uns im Januar 2018 noch einmal einsprach. Hier kann sie nachgelesen werden. (mehr …)

Keine Gelben Schleifen um Kriegseinsätze in Marburg

Freitag, Dezember 8th, 2017

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Der Hintergrund: Die FDP/MBL hatte in die Stadtverordnetenversammlung den Antrag eingebracht, dass die Universitätsstadt Marburg an der Aktion „Gelbe Schleife“ zur Würdigung und Wertschätzung von Bundeswehrsoldaten teilnehme. Dieser Antrag wurde in der Stadtverordnetenversammlung vom 17. November diskutiert und mit den Stimmen von SPD, Marburger Linken und Grünen zurückgewiesen. Wäre der Antrag der FDP/MBL durchgekommen, hätten im Rathaus und an den Ortseingangsschildern Gelbe Schleifen zur Solidaritätsbekundung mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr angebracht werden müssen.
Weiteres zum Hintergrund der Gelben Schleife sowie der Kommentar zum Thema, der sich u. a. mit dem Grundsatzpapier „Neue Macht, neue Verantwortung“ der außenpolitischen Eliten Deutschlands sowie damit im Kontext stehender Geschichtspolitik befasst, in diesem Beitrag, der zum ersten Mal in der Livesendung auf Radio Unerhört Marburg am 3.12.17 ausgestrahlt wurde.

Skript zu Hintergrund und Kommentar lesen Sie hier:

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Oktober 1917 – Interview mit Gert Meyer

Sonntag, November 19th, 2017

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Bürgerliche Geschichtsscheiber, wie jüngst etwa Heinrich August Winkler in der FAZ, brachten auch in den zurückliegenden Wochen das geschichtswissenschaftliche Kunststück fertig, die Oktoberrevolution des Jahres 1917 aus dem Kontext des Ersten Weltkrieges zu reißen. Das ist zwar in etwa so, als würde ein Mediziner die Begutachtung eines Heilmittels mit der eigentlichen Krankheit verwechseln, es ist aber andererseits von der bekannten Funktion der Geschichtsschreibung als Ideologieproduzent im Interesse des jeweils Herrschenden von Pergamon bis heute absolut verständlich.
Sogenannte marxistisch-leninistische Geschichtsbetrachter neigen hingegen weiterhin dazu, nachdem an der Einordnung der Oktoberrevolution als Anfang vom Ende der kapitalistischen Produktionsweise durch den Zusammenbruch des Lagers des so genannten real existierenden Sozialismus gewisse Zweifel aufkamen, die („geniale“) Rolle Lenins im Revolutionsprozess überzubetonen.
Unser Interviewpartner, der Osteuropahistoriker Gert Meyer, betrachtete den Revolutionsprozess des Jahres 1917 in seinem vom Trotzfunk leider in lausiger Tonqualität aufgenommenen Vortrag in Marburg anlässlich des hundertsten Jahrestages der Oktoberrevolution dagegen aus einer Perspektive von unten.
Diesen Vortrag nahm der Trotzfunk zum Anlass, ein Interview mit Gert Meyer zu führen. In diesem ging es um
– die Wirtschafts- und Sozialstruktur Russlands des Jahres 1917;
– die Basisbewegungen, v. a. der der Bauern und Arbeiter;
– die Bedeutung der Basisbewegungen, der Gewerkschaften und der Parteien der Linken für den Revolutionsprozess des Jahres 1917;
– die Form, in der die Agrarfrage angegangen wurde und ihre Bedeutung für den weiteren Geschichtsverlauf;
– die Frage, warum die weitere Entwicklung in den Monaten und Jahren nach dem Oktober 1917 tendenziell in zunehmend staatlich-zentralisierter Form vor sich ging;
– der Stellenwert der Oktoberrevolution für die politische Linke.

7. November 2017 – 100. Jahrestag der Oktoberrevolution. Vortrag von Gert Meyer

Freitag, November 10th, 2017

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Anlässlich des 100. Jahrestags der Oktoberrevolution hielt der Osteuropahistoriker Gert Meyer auf Einladung der DKP Marburg einen Vortrag zum Thema. Gert Meyer nahm dabei eine Perspektive von unten ein, von den Soldaten, Bauern und Arbeitern.
Das Referat teilte sich in vier Punkten:
1. Die verschiedenen Interpretationen der Oktoberrevolution;
2. Der eigene Ansatz;
3. Die Massenbewegungen a) der Soldaten, b) der Bauern und c) der Arbeiter;
4. Die Legitimation der Oktoberrevolution

1917 -2017: 100 Jahre Oktoberrevolution

Dienstag, November 7th, 2017

„1917 – 2017: 100 Jahre Oktoberrevolution“, unter diesem Titel lädt die DKP Marburg zu einer Veranstaltung mit Gert Meyer in das TTZ am Jahrestag der Revolution, den 7. November, ein. Beginn der Veranstaltung ist 19 Uhr.

Der Osteuropaexperte Meyer wird auf die Oktoberrevolution insbesondere aus der Sicht der Basisbewegungen schauen, hier also aus der Sicht der Bauern- und Arbeiterbewegung und von dort aus Fragen an unsere Gegenwart stellen, wie er uns in einem Interview ankündigte.

Der Ort ist das TTZ, nicht das Gewerkschaftshaus, wie ursprünglich angedacht war!

 

100 Jahre Oktoberrevolution

Mittwoch, Oktober 4th, 2017

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Am 7. November vor 100 Jahren auf den Tag genau fand jene Revolution statt, die dem 20. Jahrhundert ihren Stempel aufdrücken sollte – die Oktoberrevolution.
An diesem Tag wird der Historiker und Osteuropaexperte Gert Meyer auf Einladung der DKP Marburg einen Vortrag zum Thema halten, der im Gewerkschaftshaus stattfinden soll.
Wir unterhielten uns mit Gert Meyer darüber.

„Berufsverbote – Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland“

Donnerstag, März 30th, 2017

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Anlässlich des 45. Jahrestages des so genannten „Radikalenerlasses“ findet noch bis zum 6. April im Marburger Rathaus eine Ausstellung zum Thema statt. Der sehr informativen und spannenden Ausstellung, die ihre Erkenntnisgewinne nicht zuletzt auch ihrer Kontextualisierung mit der Vorgeschichte der Bonner Republik beginnend mit den Karlsbader Beschlüssen von 1819 und mit besonderer Akzentuierung des deutschen Faschismus zu verdanken hat, entsprach am 22. März eine hochinteressante Eröffnungsveranstaltung, auf der Ulrike Noll von der GEW Hessen, der örtliche DGB-Kreisvorsitzende Pit Metz, der Lehrer Hartmut Möller als Zeitzeuge und der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer von der SPD sprachen. Durch das Programm führte die Stadtverordnete der Marburger Linken, Renate Bastian, Frau von Herbert Bastian, dessen Berufsverbotfall ein besonderes Thema der Marburger Lokalpolitik war und ist, wie wir hören werden. Die musikalische Begleitung übernahm Jochen Schäfer.
Im Rahmen dieser Ausstellung wird am Mittwoch, den 5. April, um 18 Uhr im Marburger Gewerkschaftshaus der Film „Die Katze und der Hahn“ von Günter Giesenfeld gezeigt.
Weiter ist eine Broschüre mit dem Titel „Zur Kontinuität der Marburger Geschichte der Berufsverbote. Mit einem Stadtspaziergang“ in Arbeit, die für 8 Euro zu erwerben sein wird. Interessierte wenden sich vertrauensvoll an bastian.renate@gmx.de.
Wir hören nun im Folgenden unseren Bericht zu der Eröffnungsveranstaltung dieser Ausstellung, der mit der Rede von Ulrike Noll von der GEW Hessen beginnt.