Archiv für den Monat: November 2016

Bücher für unter dem Weihnachtsbaum

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Interview mit Horst Eckert, Autor des Krimis „Wolfsspinne“, anlässlich einer Lesung im Rahmen des „Krimi Festival Marburg“ im Herbst. „Wolfsspinne“ ist der dritte Fall des Düsseldorfer Kommissars Vincent Che Veih. Wie Wolfgang Schorlau stellt Horst Eckert den NSU in den Mittelpunkt seines vielschichtigen Romans.

Buchkritik zum Interview: Wir müssen vor dem neuen Krimi „Wolfsspinne“ von Horst Eckert eindringlich warnen! Er ist nur zu lesen, wenn Sie für einige Stunden keine dringlichen Termine haben. Sonst laufen Sie ernsthaft Gefahr, diese zu verpassen, weil Sie sich außerstande sehen werden, das Buch vor Ende aus der Hand zu legen.
Mit anderen Worten: Wir können es nur allerwärmstens empfehlen.

Bücher für unter dem Weihnachtsbaum

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Interview mit Wolfgang Schorlau, Autor des politischen Krimis „Die schützende Hand“, anlässlich einer Lesung in Marburg im Sommer.

Buchkritik zum Interview: Wolfgang Schorlaus politischer Krimi „Die schützende Hand“, der achte Fall seines Privatdetektivs Georg Dengler, ist hervorragend gut recherchiert. Er bietet einen ausgezeichneten Einblick in den detailreichen NSU-Komplex. Eine seiner Stärken ist die Ziehung einer Verbindungslinie zu den Ereignissen Anfang der 1990er Jahre im gerade „wiedervereinigten“ Deutschland, als Flüchtlingsheime brannten, Medien „Das Boot ist voll“ trommelten und die Politik das Grundrecht auf Asyl de facto abschaffte.
Zuweilen wirkt Schorlaus Krimi aber auch überfrachtet. Gerade weil sein Buch mit einem durch einen umfangreichen Anmerkungsapparat noch unterstrichenen Authentizitätsanspruch daherkommt, was Schorlau die Einladung als Experten im baden-württembergischen NSU-Ausschuss einbrachte, ist etwa die doch sehr spekulativ erscheinende Thematisierung auch noch des Mordes an den Bankier Alfred Herrhausen ganz unnötig. Und einige antiamerikanische Ausritte wären sicherlich ebenso zu ersparen gewesen. Auch wenn die USA der nach wie vor stärkste kapitalistische Staat auf unserem Planeten ist, macht dieser Umstand die BRD noch lange nicht zu ihrem Vasallenstaat. Zutreffender wäre dieses Verhältnis als ein dialektisches von Konkurrenz und gemeinsamen Interessen zu charakterisieren. Und Steuervermeidung ist ganz sicher kein Alleinstellungsmerkmal US-amerikanischer Großkonzerne, wie in diesem Krimi fast suggeriert wird.
Insgesamt aber ist „Die schützende Hand“ ein sehr empfehlenswertes Buch. Die kompakte und gut nachvollziehbare Erzählung der NSU-Geschichte wirkt schockierend. Umso beunruhigender ist das doch relativ geringe Interesse an ihrer vollständigen Aufklärung sowohl der Politik als auch der Öffentlichkeit.

Solide Stadtfinanzen vor der Wahl, saftige Gebührenerhöhungen nach der Wahl

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Waren die städtischen Finanzen Marburgs nach Aussage der regierenden SPD vor der Kommunalwahl im März noch grundsolide, so waren sie nach der Wahl nach Aussage selbiger SPD in einem so katastrophalen Zustand, dass man um Haushaltsstopp, Sparen und Gebührenerhöhungen unmöglich herumkomme. Insbesondere die geplanten Gebührenerhöhungen die städtische Kinderbetreuung betreffend rief so massiven Widerspruch der betroffenen Eltern hervor, dass die Politik inzwischen Kompromissvorschläge auf den Tisch legte. Das Showdown in dieser Frage wird voraussichtlich auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 18. November sein, zu der die Elterninitiative erneut mobilisiert. In diesem Beitrag hören wir den Stand der Dinge, wie sie bis zum 6. November vorlagen.

Afghanistan?

Gespräch mit Matin Baraki          (Download)     (Anhören)

Teile von Afghanistan seien sicher, dahin könnten afghanische Flüchtlinge abgeschoben werden, meint die Bundesregierung. Wie die Lage in Afghanistan tatsächlich ist, darüber sprachen wir mit dem Afghanistanexperten Dr. Matin Baraki, der die Lage vor Ort auch aus eigener Anschauung kennt, da er regelmäßig Afghanistan bereist.